Photo © Iko Freese
Deutsches Theater, Berlin
Dank sei der Französin Blandine Costaz, die uns mit ihrem hinreißenden Akzent und einer herzerfrischenden Ausstrahlung vor der depressiven Grundstimmung des Textes zu schützen versteht.
Die Schönheiten der Magazine, meistens Männerfantasien von Männer für Männer inszeniert, sind ganz weit weg – so wie Blandine Costaz, die einzige Frau auf der Bühne, eine, die wohl auch noch Französin ist und nicht nur so tut, als spreche sie mit lasziv französischen Akzent. Sie tanzt TisserandsTraum in der Disco; sie spielt die coole Psychologin nicht nur für Michel allein, sondern für eine alberne Männergruppe; sie stürzt sich kopfüber zwischen die Polster eines Sofas und taucht, schlanke Beine in die Höh‘, ab in die Tiefe.
Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung
Théâtre du Grütli, Genf
Diese Art Unmittelbarkeit im Spiel, wo alles geschehen kann, wie in den allerverrücktesten Komödien, diese furiose Energie selbst Böses zu sagen oder zu tun – kurz : diese menschliche Maschinerie, die ganz im Verborgenen an den Enthüllungen der unerfreulichsten unserer Schwächen arbeitet, fordert hoch trainierte Elite-Schauspieler. Und das sind Sie von Anfang bis Ende und man bewundert diese Mischung aus Meisterschaft und Feinnervigkeit, welche die Interpretation eines jeden einzelnen Darsteller auszeichnet.(…) Das Talent von Frédéric Landenberg, in der Rolle des Antonio, erstrahlt im Grütli Theater. Aber auch Simon Duprez, Joséphine Derenne, Blandine Costaz, Claude Goy, Janine Michel und Jean Schlegel – alle ausgezeichnet.
Thierry Mertenat, La Tribune de Genève